Für „Kinderlachen Mecklenburg“ zu den höchsten Bergen der Welt.

Als im März unser nepalesische Freund Mani Kumar – Khaling Rai wieder in unserer Stadt weilte, war es ihm wichtig auch die Grundschule Süd Neubrandenburg zu besuchen. Hatte er doch viele Briefe von den Kindern aus Basa7 im Gepäck. Zwischen den Schulen hat sich im Laufe der Zeit eine gute Freundschaft entwickelt und die Kinder konnten erleben, wie ihre Hilfe direkt ankommt.

In dieser Zeit haben wir auch über einen weiteren Besuch in seinem Heimatdorf nachgedacht Gleichzeitig wollte Mani mir auch sein Land näher bringen. So entstand der Plan, eine Trekkingtour zu den höchsten Bergen der Erde zu unternehmen und natürlich auch Basa7 zu besuchen.

Unsere Reise führte uns von Lukla aus in Richtung Namche Bazaar und weiter über den Renjo La Pass (5470  m) nach Gokyo. Weiter ging es über den Cho La Pass (5420m) nach Lobuche. Dieses Dorf ist den Everest - Bergsteigern und meisten Trekkern sehr gut bekannt. Führt doch von hier der Weg direkt in die eisigen Höhen von Everest, Lhotse und Nupse. Im Oktober herrscht im 5364 m hoch gelegenen Everest Basislager am Khumbu-Gletscher friedliche Stille. Von Ende März bis Ende Mai steht an dieser Stelle aber eine riesige Zeitstadt.

Unser Weg führte uns weiter nach Chhukung über den Khongma La Pass (5535m). Nach 15 Tagen erreichten wir dann das Island Peak Base Camp, einen der Höhepunkte unserer Tour. Auf 5200 m standen zahlreiche Zelte für die Gipfelaspiranten bereit. Wir starteten unseren Klettertag kurz nach Mitternacht und erreichten den höchsten Punkt nach knapp 7 Stunden. 6189 m stand auf dem Höhenmesser,.1379 m über den höchsten Berg der Alpen, dem Mt Blanc. Dennoch kamen wir uns hier sehr klein vor angesichts der riesigen Lhotse Ostwand, dessen Gipfel bei 8414 m liegt.

Über Tengboche, dem berühmten Kloster führte uns der Weg weiter Richtung Süden. Nach 20 Tagen Trekking erreichten wir dann endlich Basa7. Ich war schon sehr gespannt, was sich innerhalb eines Jahres in der Schule und im Dorf verändert hatte. Noch am Abend traf ich Ananda, den Schuleiter. Mit einem herzlichen „Hallo“ wurde ich begrüßt und er erzählte mir, was sich bisher alles getan hat. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag und Ananda zeigte mir den gesamten Schulkomplex. In den vergangenen Monaten waren von der Internationalen Nepal Foundation, insbesondere von der französischen ANUVAM, umfangreiche Hilfsmittel eingegangen. Davon wurde ein kompletter Neubau errichtet. Es wurde weiteres Land angekauft, um einen Kindergarten und andere wichtige Einrichtungen zu bauen. Durch die Hilfsleistungen von Kinderlachen Mecklenburg konnten neue Unterrichtsmittel beschafft, die Rückwand eines Gebäudes rekonstruiert und Prüfungsgebühren für die Kinder der ärmsten Familien  bezahlt werden. Unser Spendenbeitrag wurde also, wie im Oktober 2015 vereinbart, gezielt und sehr gut eingesetzt. Vielen Dank dafür an alle, die sich an unserer Aktion beteiligt haben. Für das Jahr 2017 haben wir uns dazu verständigt, besonders bedürftige Kinder zu unterstützen, um ihnen einen erfolgreichen Schulabschluss zu ermöglichen.

 
 
 
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